Description
Das vorliegende Buch ist ein neuer, komparatistisch angelegter Versuch ĂŒber Friedrich Schlegels Konzept der âUniversalpoesieâ. Dieser Kernbegriff der FrĂŒh-Romantik wird mittels der von Schlegel der Bibel entliehenen Paulinischen Dichotomie von âGeistâ und âBuchstabenâ erörtert. Mit seiner romantischen Poetik polemisiert Schlegel vor allem gegen das, was er die europĂ€ische âGeisteskrankheitâ nennt. Gemeint ist die âBuchstabenkunstâ, die entweder durch leeres Formspiel, wie dies bei der französischen Neoklassik der Fall ist, oder, wie bei den EnglĂ€ndern, durch die Verfolgung rein materieller Zwecke gekennzeichnet sei. In beiden FĂ€llen fehle es, so Schlegel, an dem echt âGeistigenâ, d. h. an etwas âApriorischemâ, das der reinen Empirie gegenĂŒberstehen soll. Die vorliegende Arbeit integriert in ihrem Herangehen eine historische und eine hermeneutische Position. Der Akzent liegt auf dem zunĂ€chst zu erledigenden ârekonstruktivenâ Schritt. Sodann werden Möglichkeiten diskutiert, Schlegels Position als Schritte hin zu einem existenzialphilosophischen VerstĂ€ndnis von Sprache und Kunst zu lesen, so, wie es dann bei Nietzsche, Heidegger und Gadamer entfaltet wird.Table of ContentGeist und Buchstabe: die AnfĂ€nge der romantischen Universalpoesie.- Geisteswissenschaft und Apologie des Buchstabens: die kritische Dimension der Universalpoesie (theoretischer Teil).- Geisteswissenschaft und Apologie des Buchstabens: die kritische Dimension der Universalpoesie (praktischer Teil).- VervielfĂ€ltigung des Buchstaben und Progression zum Geist: die phĂ€nomenologische Dimension der Universalpoesie.- Jenseits von Geist und Buchstaben: die existenziale Dimension der Universalpoesie.Biographical NoteYiyun Lu hat an der Freien UniversitĂ€t Berlin promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in deutscher Philologie und vergleichender Literaturwissenschaft. Derzeit forscht sie als Postdoc an der Peking UniversitĂ€t und leitet ein Projekt zur Mythenrezeption an der Berlin University Alliance.Das vorliegende Buch ist ein neuer, komparatistisch angelegter Versuch ĂŒber Friedrich Schlegels Konzept der âUniversalpoesieâ. Dieser Kernbegriff der FrĂŒh-Romantik wird mittels der von Schlegel der Bibel entliehenen Paulinischen Dichotomie von âGeistâ und âBuchstabenâ erörtert. Mit seiner romantischen Poetik polemisiert Schlegel vor allem gegen das, was er die europĂ€ische âGeisteskrankheitâ nennt. Gemeint ist die âBuchstabenkunstâ, die entweder durch leeres Formspiel, wie dies bei der französischen Neoklassik der Fall ist, oder, wie bei den EnglĂ€ndern, durch die Verfolgung rein materieller Zwecke gekennzeichnet sei. In beiden FĂ€llen fehle es, so Schlegel, an dem echt âGeistigenâ, d. h. an etwas âApriorischemâ, das der reinen Empirie gegenĂŒberstehen soll. Die vorliegende Arbeit integriert in ihrem Herangehen eine historische und eine hermeneutische Position. Der Akzent liegt auf dem zunĂ€chst zu erledigenden ârekonstruktivenâ Schritt. Sodann werden Möglichkeiten diskutiert, Schlegels Position als Schritte hin zu einem existenzialphilosophischen VerstĂ€ndnis von Sprache und Kunst zu lesen, so, wie es dann bei Nietzsche, Heidegger und Gadamer entfaltet wird. Die Autorin Yiyun Lu hat an der Freien UniversitĂ€t Berlin promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in deutscher Philologie und vergleichender Literaturwissenschaft. Derzeit forscht sie als Postdoc an der Peking UniversitĂ€t und leitet ein Projekt zur Mythenrezeption an der Berlin University Alliance.